Schonende Betäubung bei der Knie-OP

Die Sonographie in der Anästhesiologie ist in vielen Kliniken mittlerweile ein Gütekriterium für die klinische Behandlung geworden.  Auch im Nettetaler Krankenhaus wird das Verfahren seit 2015 eingesetzt. Der Vorteil: Die Sonographie stellt die individuelle Anatomie des Patienten dar und ermöglicht bei direkter Sichtkontrolle und Nadelvisualisierung ein sehr präzises Ansteuern der zu betäubenden Region beziehungsweise Nerven. Die systemisch wirkende Toxizität von Lokalanästhetika wird dadurch erheblich reduziert. Das Verfahren der ultraschallgestützten Betäubung kommt im Nettetaler Krankenhaus vor allem bei operativen Eingriffen an Knie und Schulter zum Einsatz.

Die Vorzüge sind eine geringere Belastung des Gesamtorganismus sowie eine Schmerzausschaltung auch nach der Operation. Laut Dr. Rainer Schmitz, leitender Oberarzt der Anästhesiologie, lässt sich durch die unmittelbare Sichtkontrolle bei der ultraschallgesteuerten Regionalanästhesie die Erfolgsrate einer lokalen Betäubung nicht nur erheblich steigern, sondern die Wirkung tritt auch deutlich schneller ein; zudem lässt sich die Menge des benötigten Lokalanästhetikums deutlich senken.